Sie war Mutter von acht Kindern, erfuhr in der NS-Zeit massive Gewalt, wurde psychisch krank und verstarb unter ungeklärten Umständen. Jahrzehnte später möchte Enkelin Leni mehr über das Schicksal ihrer Großmutter erfahren und rührt dabei an Tabus, nicht nur in ihrer Familie, sondern auch in der Gesellschaft. Dem Theaterstück „Katharina“ liegt eine wahre Begebenheit zugrunde, erzählt Autorin und Regisseurin Stefanie Egger im Interview.
Stefanie Egger ist in Bramberg im Oberpinzgau aufgewachsen. „Die Vergangenheit muss man einmal ruhen lassen können“, bekommen die Kinder immer zu hören. In späteren Jahren werden dann doch dramatische Details aus Katharinas Leben bekannt. Das führt Stefanie Egger dazu, ein Bühnenstück über ihre Oma zu schreiben. Zu erleben ist „Katharina“ am 26. April im Kammerlanderstall in Neukirchen und am 11. Mai im Museum Schloss Ritzen mit der Theatergruppe AlpenMohn, die eigens für dieses Stück gegründet wurde. Foto: Schorn