„Ich bin an der Erinnerung unheilbar krank“ – so lautete Bela Winkens Solo-Theaterprogramm. Bela Winkens war krank vor Erinnerung und krank vor fehlenden Erinnerungen. Mit vier Jahren überlebte Sie das Ghetto Theresienstadt. Als Sie ein Jahr alt war, wurde Sie von ihrer Mutter getrennt, da ihre jüdischen Eltern verzweifelt versuchten, Sie bei anderen Erwachsenen zu verstecken. Das Kleinkind kam zu Verwandten, wurde weitergegeben, kam immer an neue Orte, keiner davon war sicher – als Bela Winkens drei Jahre alt war, wurde Sie ins KZ Theresienstadt deportiert.
Als Theresienstadt im Mai 1945 befreit wurde, gehörte Sie zu den jüngsten Häftlingen, die überlebt hatten.
50 Jahre später, 1996, schrieb Sie einen Brief an ihre Mutter, die Sie nie wieder traf. Ihre Eltern wurden beide in Auschwitz ermordet. Letztes Jahr wurde dieser Brief erstmals veröffentlicht. Das Nachwort dazu schrieben Peter Piro und Gabi Bauer.












